Risikoabschätzung

Das Thromboserisiko kann durch bestimmte Erbanlagen, Erkrankungen und Medikamente erhöht sein. Auch in bestimmten Situationen, z.B. nach einer Operation, bei einer erzwungenen Bettruhe oder in der Schwangerschaft, sind Thrombosen wahrscheinlicher. Treffen zwei oder mehr der folgenden Risikofaktoren für eine tiefe Beinvenenthrombose zu, ist es sinnvoll, mit dem Arzt über eine potentielle Thrombosegefährdung zu sprechen.

Wichtige Risikofaktoren für eine tiefe Beinvenenthrombose

  • höheres Lebensalter (über 60 Jahre)
  • frühere Thrombose oder Lungenembolie
  • Thrombosen/Embolien bei den Eltern oder Geschwistern
  • erbliche Gerinnungsneigung 
  • Verletzung
  • Operation (auch kleinere Eingriffe, z.B. Ziehen eines Zahnes oder Kniegelenkspiegelung)
  • dauerhafte Bettlägerigkeit, zeitweilige erzwungene Bettruhe
  • Gipsverband oder Schienung eines Beines
  • schwere chronische Erkrankung (z.B. Krebserkrankung oder Herzleistungsschwäche)
  • schwere akute Erkrankung (z.B. Lungenentzündung, Harnwegsinfektion, Schlaganfall mit Lähmung, anhaltendes Fieber, akute Verschlimmerung einer chronischen Erkrankung)
  • Venenerkrankung (Krampfadern, Venenentzündung)
  • Anwendung der Pille 
  • Anwendung von Hormonpräparaten in und nach den Wechseljahren
  • Schwangerschaft, Entbindung, Wochenbett
  • Übergewicht
  • stundenlanges beengtes Sitzen (z. B. lange Flugreise)
  • Flüssigkeitsverlust (Erbrechen, Durchfall), geringe Trinkmenge
  • Rauchen